Die meistgestellten Fragen an Starfotografen

Und die passenden Antworten. Ein Dauerbrenner-Thema.
Fotografinnen und Fotografen kennen es: Kaum sind wir unter Leuten, kommen immer wieder fotografiebegeisterte Menschen auf uns zu, um uns mit den verschiedensten Fragen zu löchern. Der Großteil der Fragen, bedient sich dabei einem Standardrepertoire. Aus diesem Grund, habe ich diesen Eintrag aus der Taufe gehoben.

Versteht mich bitte nicht falsch – ich beantworte alle Fragen, die mir gestellt werden, wirklich gerne und ausführlich. Trotz allem konnte ich mir diesen Eintrag, mit teils ironischen und sarkastischen Antworten, nicht verkneifen :).

Eben ganz Mario A. – immer garniert mit einer Prise Humor. Dabei sollen keine Kollegen diskreditiert werden. Ich habe nichts gegen die angesprochenen Arten von Fotos, würde sie aber selbst so nicht machen.
Mein Hauptfokus liegt in den Bereichen Corporate, Music und Architektur.

Ich wünsche angenehme Unterhaltung!

Fotografierst du beruflich oder nur zum Spaß?
Ich fotografiere aus Spaß beruflich.

Was kostet dein Equipment?
Devisen, auch bekannt als Geld oder Währung ;).

Hast du auch ein Studio?
Ja! Studios sind aber langweilig, weshalb ich sie meide. Es sei denn es geht nicht anders (zum Beispiel bei Produktfotos oder sonstigen Freistellern).

Kennst du den Fotografen Müller aus Neustadt?
Zum Glück nicht ;). Ich kenne wenige andere Fotografen. Die Fotografen, deren Arbeit ich sehr schätze, sind an zwei Händen abzuzählen. Klingt arrogant, ist aber so.

Machst du auch Familienfotos?
Nur im äußersten Notfall (z.B. wenn Barack Obama ganz aufgeregt anruft). Oder wenn die Idee wirklich saugut ist. Ansonsten: Tendenziell nein.

Kennst du einen Fotografen der einen Babybauch fotografieren kann?
Ja! Das Fotostudio in der Fußgängerzone in deiner Stadt. Die können sich da so richtig kreativ austoben (zum Beispiel: Schwarzweiss-Fotos mit einem Babybauch im Gegenlicht). Traumhaft! Fast so kreativ, wie biometrischen Passfotos.

Babys fotografierst du dann also auch nicht?
Hier gilt dasselbe, wie bei den Babybauch-Fotos. Mein Tipp: ein Baby sitzt mit Engelsflügeln in einem weißen Hintergrund. Oder das Baby liegt in einer Obstkiste. Total abgefahren! Ist noch niemand drauf gekommen. Fast so kreativ wie Hochzeitsfotomontagen Marke „Foto in Foto“ – mit unschlagbarem Weichzeichner drumherum.

Bist Du gelernter Fotograf?
Ausbildungstechnisch nein, Praxisbedingt ja.

Kannst du mal schnell ein Foto von mir machen?
Nein. Gute Fotos fangen eine ganz bestimmte Stimmung zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ein. Das braucht Zeit, selbst wenn der abgebildete Moment kurz ist.

Hast du schonmal Stars fotografiert?
Hey – ich bin Starfotograf. Alles klar? ;-)

Von welcher Zeitung sind Sie?
Beim Lokalsport (Kegeln, Fußball, Handball & Co.) immer vom Playboy.

Ich habe eine Canon / Nikon / Sony / Minolta Einsteigerkamera. Ist die gut?
Wenn Du damit zurechtkommst: Ja! Wenn nicht: üben und lernen. Ich kann mit einer Canon EOS 300D motivtechnisch genauso gute Fotos machen wie mit einer EOS 1D Mark IV. Die Kamera ist nur Werkzeug – nicht aber die Idee. Ansonsten hilft gerne: Der freundliche Fotohändler Deines Vertrauens. Wenn Du allerdings lieber den ganzen Tag Nagelbretter fotografierst, um die Schärfe der neusten Optiken zu testen, solltest du lieber mal zum Arzt gehen. Klingt gemein, ist aber so.

Ist beim Fotografieren schon etwas schief gelaufen?
Ja! Vom qualmenden Blitzgenerator bis hin zum defekten Verschluss beim Einmarsch einer Braut in die Kirche, war schon alles dabei. Man kann alles bis ins kleinste Detail planen, um am Ende festzustellen, dass der Teufel ein Eichhörnchen ist. Improvisation ist beim Fotografieren alles.

Boah krass geile Fotos! Was kosten die?
Wenn du so fragst: 5 Millionen Euro – pro Foto.
Plus Steuer.

Fotografierst Du Tiere?
Nein. Babys, Kinder und Tiere sind wie Zeitbomben und damit unkontrollierbar. Außerdem habe ich Angst vor Elefanten.

Du bist ja schon eine ganz schön arrogante Arschkrampe, oder?
Stimmt, allerdings kann ich immernoch über mich selbst lachen. Wenn Du als Selbstständiger nicht von Deiner Arbeit überzeugt bist, solltest du den Job wechseln. Schließlich sollte man selbst immer der Beste sein, oder zumindest auf dem Weg dorthin.

Bild des Tages
Vor ein paar Wochen hat mich die Deutsche Bank AG damit beauftragt, ihre Jahresbilianzpressekonferenz 2010 mit einer Reportage zu dokumentieren. Ich mag solche Aufträge unheimlich gerne, weil ich mich hier voll und ganz und in aller „Ruhe“ auf den fotografischen Stil und die damit verbundenen vielen kleinen Details konzentrieren kann. Ein besonderes Erlebnis waren für mich die Fernsehinterviews, denen ich als einziger Fotograf beiwohnen durfte. Nach einer kurzen Absprache mit dem äußerst freundlichen Team vom ZDF, sowie Bloomberg, die mich als Lichtdouble einsetzten, begannen die Fernsehinterviews mit Dr. Josef Ackermann. Dazu habe ich auch noch eine kleine Anekdote, die ich allerdings nicht hier, sondern im (in Kürze) startenden Blog auf www.marioandreya.de, wiedergeben werde. Die gesamte Reportage findet Ihr im Showcase auf www.marioandreya.de.

Direkt aus Motorcity
Mario

Comments

  1. Devisen sind ausländische Zahlungsmittel (Wechsel, Schecks und Zahlungsanweisungen), kein Bargeld, Herr Andreya. :)

    *Klugscheiss Modus beendet*

    :)

  2. Du hast vergessen

    Welche Kamera benuzt du ?
    Machst du auch Aktbilder in schwarzweiß?
    Hast du schon mal “Promi” xyz fotografiert ?

    Gruß Khalid

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