Der neue Opel Corsa

Liebe Adam Opel GmbH
Da habt ihr Euch für das Außendesign des heute präsentierten Opel Corsa D ganz schön ins Zeug gelegt. Die 3-türige Variante des als Spaßmobil beworbenen Vehikels wirkt auf mich ganz ansehnlich – zumindest die Heckansicht. Wechseln wir dagegen zur Frontpartie, so verknüpft mein Gehirn eine Verbindung zur ärgsten Konkurrenz: Volkswagen. Irgendwie sieht der Wagen von vorne, mit seiner hochgezogenen Motorhaube dem aktuellen VW Polo sehr ähnlich und der gefällt mir ganz und gar nicht. Negativ aufgefallen sind mir auch die Heckleuchten beim 3-türer. Wieso der Spalt zur Karosserie? Da werden im Herbst sicherlich einige Blätter drin verschwinden, während das Ganze von innen schön versifft. Und bei geöffneter Heckklappe: Mir ist klar, dass ein Auto nicht designed wird, um mit offener Heckklappe herumzufahren. Aber wieso ist der Fortsatz der Heckleuchten in rotem Plastik ausgeführt und nicht in schwarz? Wäre das nicht viel unauffälliger? Und das kleine Fenster vor den Türen hätte man sich wirklich sparen können. Ich fand es schon beim Zafira unglaublich hässlich. Da die übersicht nach draußen dadurch auch nicht erheblich verbessert wird frage ich mich: Wieso?

Innenraum
Die Tür fühlt sich gut an und fällt beim Schließen auch satt in das Schloss. Wir nehmen auf dem Fahrersitz Platz und fühlen uns überfordert. überall neue Knöpfe in einer verworrenen Anordnung. Alleine der Anblick des Hauptlichtschalters sorgt im ersten Moment für viele Fragezeichen. Ich möchte mein Handy in die Ablage unter dem Hauptlichschalter stecken – in meinem Corsa C kein Problem, aber im Corsa D nur unter Verrenkungen möglich. Das Fach ist kleiner. Dafür hat man nun eine Seitenablage in der Tür. Die Vorversion auf dem Corsa C wurde einfach geschrumpft und an eine andere Stelle versetzt. Also auch hier: Weniger Platz. aber gerade bei einem Automobil ist das nicht unbedingt „Mehr“. Wir bedienen die Heizung. Der Drehschalter klackt laut und ist schwergängiger als beim Corsa C, ebenso die Regelung der Lüftung. Der gesamte Innenraum wirkt ein wenig “Pseudo-Schickimicki”. Anschließend wird beim Öffnen des Handschuhfachs die Spreu vom Weizen getrennt. Der Entriegelungshebel lässt sich weit herausziehen, vom subjektiven Empfinden schon zu weit. Im Handschuhfach ist der Platz im Vergleich zum Vormodell ungefähr gleich geblieben, lediglich die Optik im Inneren hat sich etwas verändert. Wir schließen den Deckel wieder und stellen fest, dass er nicht passgenau sitzt. Man kann den Deckel im geschlossenen Zustand noch locker 1-2 Zentimeter in Richtung Frontkonsole drücken, bis er bündig mit dem Interieur ist. Ich freue mich schon auf die Probefahrt – hier ist Klappern vorprogrammiert. Und was ist das? Die Konsole im Mitteltunnel wirkt im Vergleich zum Vorgänger wie ein Wolkenkratzer zum Reihenhaus. Die Lüftungsdüsen für die Fahrgäste im Fond sind seitlich in die Konsole eingebracht. Doof nur, dass sie weder verstell-, noch getrennt regelbar sind. Eine Verbesserung des Klimas im Fahrzeug ist so sicherlich gegeben, aber die Ausführung wirkt etwas halbgar. Es sind einfach ein paar dünne Lamellen durch die Luft strömt. Bevor ich es vergesse: Die 2-Wege Schalter für die elektrischen Fensterheber sind eine Katastrophe. Der Schalter fühlt sich schwammig an und überhaupt weiß man nicht so recht, mit welchem Druck, man welche Aktion bewirken soll. Wieso das Rad neu erfinden, wenn es in Millionen anderer Corsas so gut funktioniert hat?

Und sonst? Der Kofferraum wirkt auf den ersten Blick verdammt klein. Jedenfalls bis der nette Verkäufer uns zeigt, dass dieser zweigeteilt ist. Das ist doch mal eine echte Innovation für Menschen, die ihren halben Haushalt permanent im Auto spazieren fahren. Die können den ganzen Ramsch im ersten Untergeschoss verstauen, während im Erdgeschoss Ordnung herrscht. Im zweiten Untergeschoss residiert übrigens ein vollwertiges Ersatzrad. Das ist doch mal was, in Zeiten in denen Hersteller an allem Sparen. Meist gibt es ja nur noch ein Reifen-Reperaturkit dazu.

Fazit
Ich fahre nun seit fast sechs Jahren einen Corsa C. An meinen “7er Corsa Maybach”, Baujahr 12 / 2000 mit 149.000 Kilometern auf dem Tacho, kommt dieses Vehikel nicht heran. Aus diesem Grund werde ich mein Kraftfahrzeug noch solange fahren, bis:

a.) er auseinander fällt
b.) etwas kaputt geht und die Reparatur den Wert übersteigen würde
c.) ich für ihn ein Oldtimer-Kennzeichen beantragen muss

Viele Grüße von Motorcity nach Motorcity
Mario

Comments

  1. Warum willst Du den Corsa nicht mehr fahren, wenn Du ein Oldtimer-Kennzeichen bekommen kannst? Das senkt doch super Steuern und Versicherung! Bis später im Reind @ 14th birthday!

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