Zeitraffer

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Reflexiv
Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, liebe Leserinnen und Leser. Komme gerade aus meiner Geburtsstadt Mayence zurück, wo ich (der Esel immer zuerst) zusammen mit Lorena ein, zwei Kaffee (in Gastronomiekreisen auch – aufgrund der unjiggyheit von Kaffee unter Jugendlichen – als Latte Macciato bekannt) zu mir genommen habe. Lorena hat allerdings nur einen getrunken – den zweiten nämlich. Hat sich doch ersterer aufgrund ihrer wild gestikulierenden Hand, welche der Meinung war den Latte mit ins Gespräch aufnehmen zu müssen, schnell aber mit lautem Tamtam, auf Tisch, Hose und Fussboden ergossen. Aufgrund meiner astronomisch grossen gastronomischen nicht-Eignung, bin ich natürlich sofort aufgesprungen und organisierte, über mehr oder minder gute Verbindungen zur netten Dame an der Bar, Material um die verloren gegangene Flüssigkeit umgehend fachgerecht aufzunehmen. Professionell wie eh und je und mit einer Lässigkeit vom Kaliber eines James Bond, wischte ich also die klebrig anmutende Verbindung von Kaffe, Milch und Zucker auf – Tisch und Fussboden standen in neuem Glanz. Einzig und alleine die Hose der besagten Dame konnte ich nicht in neuem Licht erstrahlen lassen. Dies überlasse ich lieber den Waschmittelprofis, bin ich doch für das Reinigungsgewerbe, trotz meiner jahrelangen Erfahrung als privater Körperpflege-Betreibender, absolut ungeeignet. Zum Schluss musste ich mir – ihr ahnt es bereits – natürlich die Hände waschen, um sie von bereits getrockneten, klebenden Resten der Kaffeemixtur für zweieurofünfzig zu befreien.

Zufallsgenerator
Nach diesem unglaublich surrealen Erlebnis besprachen wir weiter unsere aufregenden Themen. Daher an dieser Stelle das Protokoll. Anwesend waren: Lorena, Mario, Da Metz, Tillmann und eine Person deren Name mir leider entfallen ist (bitte Info an mich – dann korrigiere ichs). Letztere drei trafen die erstgenannten beiden Personen übrigens eher rein zufällig, wollten wir doch in Mainz die Lomobar unsicher machen. Nach parkieren des 7er Corsa Maybach sahen wir allerdings das Auto von einem bekannten Rindgänger. Sekundenbruchteile später erhaschte Lorena das Gesicht der besagten Person im Café am Ballplatz. Millionstelsekundenbruchteile später erhaschten meine altersschwachen Augen eine “Heinz Becker Gedächtnismütze” – das kann nur der Herr Metz von Rock ‘N’ Roll Verwaltungsamt sein. Aber ich schweife ab.

Hier die Top drei der in knapp drei Stunden angesprochenen Themen in unserer illustren Gesprächsrunde:

Platz drei: Loveland – fünf Flaschen rosé feat. Nadine und Da Metz oder: How to dance like a Chippendale in the big Rind

Platz zwei: Da Metz vs. Die Staatsgewalt in Hamburg oder: Wie bekomme ich von den Herrschaften in grün eine möglichst umfangreiche Wegbeschreibung

Platz eins: Da Metz vs. das lustige Oberteil oder: Objektsexualität ohne Hintergedanken – der geheime Fetisch des Herrn M. oder: der einladend positionierte Reissverschluss am Oberteil der netten Nachbarin in der Faschingszeit

Vorrausschauend
Ihr merkt schon, dass sich in den mitlerweile fast zwei Wochen meiner chronischen Abwesenheit die ein oder andere Skandalgeschichte ereignet haben muss. Glücklicherweise war ich an keiner beteiligt – was sich aber spätestens auf der nächsten 80er Party im Rind (kommenden Samstag) schlagartig ändern könnte. Bekanntermaßen fliegt nämlich auf der 80er die Kuh, was doch mal ein Anlass für die Herren Rind-Auscheck-Woller wäre, um Motorcity einen Besuch abzustatten. Und kommt mir bitte nicht mit “I don’t listen to that type of music” ;). Alternativ unter der Woche ohne Party ganz gediegen, wo ich den Playday (montags)preferieren würde (Tischtennis, Tischfussball und alles andre was man spielen kann). übrigens war ich dieses Wochenende viel zu brav – sprich: Ich habe gar nichts getan. Die einzige Aktivität die ich vorzuweisen habe, war der Besuch des Frankfurter Flughafens zum wilden Fotografieren von Flugzeugen (wie einleuchtend) am frühen Morgen des Samstages.

Materialermüdung
Unter der Woche war ich fast genauso aktiv. Dank des Schulbeginns und des damit verbundenen Schlafdefizites (wer geht schon souverän und planmässig um zehn Uhr abends ins Bett?) ging am späten Abend nach dem Montag eben nicht mehr ganz so viel, oder eben nur mit dem Temperament von Baldrian. In der letzten Ferienwoche war ich übrigens auf einen Abstecher in Koblenz, wo uns mein Klassenkamerad Hajo ein vier Gänge Menü gezaubert hatte. Das Essen war wirklich gut, nur der darauffolgende Besuch des nicht vorhandenen Koblenzer Nachtlebens brachte mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Für alle Städter geht halt in Mainz und Frankfurt einfach mehr. Die Leute vom Land scheinen sich jedenfalls immer mit weniger Niveau zufrieden zu geben. Das mag arrogant und hart klingen, ist aber meine Auffassung davon. Wer’s halt nicht besser kennt, weil es nix besseres gibt, findet sich damit eben nunmal schnell ab. Nach der Rückkehr gab es noch ein paar Gläser von meinem mitgebrachten Vodka, weshalb nun auch die Themen an unseren desaströsen Zustand angeglichen wurden. Ich erinnere mich nur noch an das Highlightthema mit dem ordinären, aber einprägsamen Titel “ficken in Futonbetten”. Fragt mich nicht wie wir darauf kamen und bitte auch nicht was man aufregendes in diesem Themengebiet besprechen könnte – ich weiss es echt nicht mehr. Lustigerweise mischte Klassenkameradin Christina gut in dem Thema mit. Aber wie gesagt: Mehr weiss ich nicht mehr und das wird wohl auch ganz gut so sein.

Heavy Rotation
Wo wir schon beim Ausgehen und damit fast schon beim Thema Musik sind muss ich mal wieder ein paar aktuelle Titel in meiner Playlist ansprechen. Meine Favorites im heimischen und mobilen Player sind derzeit:

· Motorcitysoul – Did you expect that?
Chillige, gute Laune produzierende Housemusik, die einen gut durch den Tag und die Nacht von Motorcity bringt. Von Motorcity Representer Matthias Vogt. Erschienen bei Infracom Records in Frankfurt am Meer. Lieblingstitel: die Titel sind perfekt aufeinander abgestimmt – einfach durchhören und Spass haben

· Nachtwandler – Zurück in den Wald
Zu den Nachtwandlern habe ich schon viel geschrieben. Drei Männer im Kampf gegen sich selbst, wie sie es so schön in ihrem eigenen Pressetext betiteln. Genauso klingt das Album – die Mixtur eines Albtraumes mit teils sehr depressiven und treffenden Texten über eine Soziokultur, welche es nicht gibt. Das ganze gepaart mit einer rockigen Gitarre, einem Keyboard und wunderschönen Melodien. Erschienen bei Musik für Massen in Exil-Frankfurt (Offenbach). Lieblingstitel: “Nur wenn ich betrunken bin” sowie “Ich will nach Hause”, welche beide mit fesselenden Melodien bezaubern.

· Unterwortverdacht – Dreckiger Sex EP
Der Titel dieser zum freiem download stehenden EP sagt bereits alles über den Opener aus. Pornorap gepaart mit Samples aus einem Pornofilm in bester Rocco Sifredi-Manier. Die Offenheit des Textes schockiert den Hörer dass man ausschalten möchte. Geht aber nicht – klingt der Beat doch derart famos, dass es ein reines Vergnügen ist hier mal etwas lauter aufzudrehen. Auf den restlichen Tracks zeigen die Jungs dann, was sie wirklich denken und geben ihre Auffassung von tiefsinnigen Texten zum Besten. Erst provozieren und dann Unschuldslamm spielen – so ist’s richtig. Erschienen bei 3p. Downloadbar auf www.unterwortverdacht.de. Lieblingstitel: “Fühlt ihr den Scheiss”. Und nein – ich schreibe diesen Text nicht, weil ich die Bandfotos gemacht habe, sondern weil mir deren Musik wirklich gefällt.

Als Einzeltitel läuft momentan “Lexy & K Paul – Vicious love” ziemlich oft. Desweiteren finde ich das Video zu Lil Jon – Roll call (feat. Ice Cube) sehr nice. Erst dachte ich der Titel ist für irgendeinen Kinofilm und im Video werden Sequenzen aus diesem gezeigt. Ich wurde eines besseren belehrt. Absolut sehenswert wie ich finde! Kann man sich z.b. bei launch.com ansehen.

Bild des Tages
Nach nur knapp einer Woche Reparaturdauer habe ich meinen Monitor wieder. Was ein Glück – endlich wieder 100 Hz! Die flimmernden 60 Hz von einem uralt 14 Zöller nerven nämlich nach einiger Zeit einfach nur noch und machen meine Augen schnell müde. Auf dem Foto seht ihr die alte Krücke im Grössenvergleich mit der aktuellen Technik. 14′ von 1993 vs. 22′ von 2001. Ein wahrer Generationswechsel!

Mit diesem Foto entlasse ich euch aus dem Eintrag, mit den Eingangs schwer zu lesenden Texten, in eine neue Woche, in der wir uns sicherlich nochmal lesen werden.

Viele Grüsse aus Motorcityhausen
Mario

Comments

  1. Vicious love ahahah can`t get enough…
    Gute Playlist!

    Wie ich finde haben die Leute aus dem Rind einen riesen Fehler begangen dich nicht einzustellen. Denn dieses Putzgespür ist schon einzigartig und an die Hose hättest du dich ruhig auch ran trauen können! :)

    Wünsche dir/euch eine schöne Woche!

  2. hallo,

    also rosé geht ab. (leider nur am tag an dem man ihn trinkt!!!)

    das hört isch ja so an als hätten wir nur über mich geredet.

  3. Rosé geht definitiv ab.

    aber ich muss schon sagen, dass ich entsetz darüber bin, dass über mich geredet wird wenn ich nicht dabei bin. Ich hoffe doch es wurde nicht all zu sehr ins detail gegangen.

    Mehr ist zu dem Eintrag nicht zu sagen…

    Bis denn…….

    Nadine

  4. …erst meckern, und dann erst taaaaage später hier den neuen text lesen. so isse, die geile ;o)!

    danke auf jeden fall nochmal, hab mich über die post gefreut und beschalle gerade ganz bob design inklusive imagion mit suuuuuuper musik!

    ach ja, nach dem koblenz-reinfall (…und ich sag noch…da liegt der hund begraben…mit samt herrchen…), hier der link zu meiner trier-location nr. 1:
    http://www.forum-trier.com

    sooooo… muss weg!
    schönen tag wünsch ich!

  5. Ich weiss nicht, was ihr alle gegen Koblenz habt. Ich mag die Stadt sehr und wenn man weiss, wo man hingeht, gibt es dort auch einiges schönes zu erleben.

    Tschuss

  6. Endlich mal ein wahres Wort!

    Muss mich hier doch auch mal einmischen!
    Schliesslich war Mario an einem besch…enen Donnerstag Abend hier, an dem ehrlich gesagt nun wirklich nicht viel los war.
    Aber es ist ja hier nicht immer so. Und viele Bauern gibt es hier nun wirklich nicht!

    Nun denn, Gruß aus Koblenz

  7. Tjaaaa.. wie war dein Abend im Rind? Müsste mir heute hinhauen, oder!? Dicken Kopp :)

    Ansonsten: UWVD ist Müll, sag mir mal wo man am FFM-Airport gescheite Fotos machen kann (hätte da ein Manfrotto und Bock auf Nightshots), Fuck Koblenz und Kaffee ist bäh. Ich sag nur Grüner Tee.

  8. @Lars: Entweder von der Besucherterasse aus (macht Sinn mit einer Consumerknipse *hehe*), vom Aussichtspunkt an der Startbahn 18 West, oder vom Fussweg an der A5 aus (Ausfahrt Zeppelinheim und dann zur Recreation Area abbiegen und über die Brücke).

    Viel Spass!
    Mario

  9. @lars: Je wärmer es ist, umso mehr flimmert die Luft, was bei längeren Belichtungszeiten / und / oder Brennweiten nicht gerade förderlich ist.

    Gruss Mario

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