Livemitschnitt

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Am Rande des Wahnsinns
Es gibt Tage, da steht man auf, frühstückt in aller Gemütlichkeit leckere Brötchen mit Nutella und das delikate Ei Marke wachsweich. Nach der üblichen Körperhygiene entschließt man sich den Rechner einzuschalten und ein paar kranke bis kreative Gedanken am Bildschirm umzusetzen. Meistens kommt dabei etwas raus und man ist auch ein kleines bisschen Stolz auf sein Ergebnis. Im besten Fall kann man das Projekt also von der ToDo-Liste streichen und fühlt sich gestärkt, etwas geleistet zu haben.

Dann gibt es Tage, da ist erstmal alles gleich. Frühstücken, duschen und den Rechner anschalten. Allerdings mit dem Unterschied, dass man in seinem Kopf keine Ideen vorfinden kann. Ideenlosigkeit. Das ist natürlich schlecht. Umso schlechter ist es aber, wenn man schon seit Mittwoch etwas auf seiner ToDo-Liste stehen hat und es am Freitag immer noch nicht durchstreichen kann. Ich surfe schon seit Stunden durch die weiten des Internets und kann absolut keine Bildidee finden, welche meinen Gedanken auf die Sprünge hilft. Und je länger ich dieser Tätigkeit nachgehe, denke ich, dass alle viel besser sind als ich. Das zieht mich dann runter. Schon komisch, dass mich das Betrachten von guten arbeiten Anderer so abturnt. Das liegt wahrscheinlich – rein psychologisch gesehen – an meiner fehlenden Bestätigung oder Kritik, die ich bei der Umsetzung einer Idee sonst bekommen würde. Aber ich habe ja keine Idee! Noch nicht einmal einen Ansatz. Und dabei geht es doch nur um eine Einladung zum Festessen meiner Oma. Natürlich will man solche Familienahngelegenheiten immer besonders gut machen, wo die Frage ist: Was ist hier gut? Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt eine Einladungskarte auf alt zu gestalten. Der eigentliche Anlass der Einladung ist nämlich der 90. Geburtstag von meinem Opa. Nachdem ich dann keine weiteren Ideen dazu hatte, wurde dieser geistige Erguss schnell wieder eingestampft. Nun suche ich nach Fotos, die eine tolle Atmosphäre vermitteln. Ohne Fotos wirkt so eine Einladung, genauso wie viele andere Gestalterischen Dinge für mich nämlich irgendwie leer oder unvollständig. Fotos sind schon was Feines. Trotzdem bin ich nach Begutachtung von hunderten Fotos noch immer ohne zündende Idee. Es ist zum Mäuse melken.

Stimmungsschwankungen
In der Zwischenzeit war ich mal kurz unten und habe mit meiner Mutter gesprochen. Sie hat mich auf die zündende Idee gebracht. Nett wie ich heute bin, habe ich meine Skizze mal schnell mit dem Handy für euch abgefotet. Mal sehen wie die Umsetzung der Einladung am Ende aussehen wird. Ich bin schon total außer mir vor lauter Aufregung ;).

Die Referenzen des Mario A.
Gestern war ich übrigens auch kreativ tätig. Ich habe nach meiner gescheiterten Bewerbung bei der Neuen Digitale, die ja eigentlich gar nicht wirklich gescheitert ist, was eine andere Geschichte ist, endlich eine “allgemeine Bewerbung” mit Gestaltungs-, Foto- und Textreferenzen aufgesetzt und diese verschickt. Ausgedruckt auf meinem 3 Wochen alten HP Color Laserjet 2600n. Den gab es für läppische 340 EUR bei der Metro im Angebot. Sieht auf Papier doch ganz annehmlich aus. Nun bin ich auf das Feedback von den Firmen gespannt. Wer sich die besagten Referenzen ansehen möchte kann das hier tun:

Die Referenzen des Mario A. | PDF | 0,9 MB

Weise Worte
Damit mir die Motivation nicht ausgeht halte ich mir in der Zwischenzeit immer die Worte von Moses Pelham und Yvonne Setlur vor. Ersterer sagte mir damals auf dem Chima Videodreh, dass meine Fotos doch eigentlich alles sagen und ich dementsprechend keine großen Reden schwingen muss (sinngemäß). Nachdem ich Yvonne nach dem Glashaus Konzert in Mannheim meine Medienodyssee wegen meinem Hobby schilderte, entgegnete diese fragend “deine Eltern sind schon Stolz auf dich oder?” womit ich erstmal nichts anfangen konnte. Das ist eben meine Bescheidenheit, auch wenn das mancher nicht glauben mag. Die Fassade sagt eben was anderes, was sehr gut zum Schutz dienen kann. Jedenfalls erzählte mir Yvonne, dass es toll ist wie viele verschiedene Dinge ich mache. Mein Kommentar, dass ich mir davon trotzdem nichts kaufen kann beantwortete sie mit einem netten lächeln. Auf jeden Fall an dieser Stelle ein dickes Danke für dieses nette Feedback zu meinen Arbeiten (in welcher Form diese auch immer vorliegen mögen). Nicht vergessen darf ich Chima Onyele, welcher meine fotografischen Leistungen nach dem Konzert in Aschaffenburg lobte. Marina und ich haben dich in Berlin nach dem Konzert vermisst!

überhaupt war Berlin für uns sehr stressig. Freitagmorgen mit dem ICE nach Berlin, im sensationellen Ambassador Hotel eingecheckt, kurz über den 200 Meter entfernten Kurfürstendamm geschlendert und um 19 Uhr ging es auch schon mit der U2 zu Glashaus ins Schillertheater. Der ältere Herr an der Gästeliste wollte uns nicht reinlassen, der Tourmanager hat uns dann mit Hilfe eines 3p Mitarbeiters reingeholt. Dann das Konzert: Spitzenmäßig! Später trafen wir dann noch die ganzen Protagonisten von der Bühne im Keller des Theaters, wo der arme Moses erstmal eine Stunde lang die gesammelten 3p Schallplatten eines Menschen ohne Lebensinhalt, signieren durfte. Währendessen unterhielten wir uns mit Katja Kuhl über das Für und Wider des “Unschärfe maskieren” Filters im Photoshop und so weiter. Sie gab uns auch Gastronomietipps für Berlin und so landeten wir am Samstag in der Morena Bar im Stadtteil Kreuzberg und kurz darauf im Amrit – einem indischen Restaurant. War beides genau mein Fall. Vielen Dank an Frau Kuhl, falls du das liest. Dann war unser Berlin Wochenende auch fast schon wieder vorbei. Sonntags war auf dem Kudamm verkaufsoffen, was sich aber nicht auf alle Geschäfte bezog. Das KaDeWe war leider zu. Mist – wollte ich dort noch ein paar Souvenirs kaufen. Es hat nicht sollen sein und so pilgerten wir zu Starbucks, wo Marina für einen Latte Macciato Caramel Tall und einen Doble Espresso 7,50 EURonen hinlegen durfte. Absoluter Wucher. Wenn die braune Brühe wenigstens schmecken würde. Dagegen ist der Latte Macciato und der Espresso im Rind die Deluxeversion! Am Mittag ging es dann zurück nach Hanau und das Wochenende war genauso schnell vorbei, wie es anfangen hat :). War aber schön. Berlin wir kommen wieder! Alleine schon um Katjas restliche Gastrotipps auszuchecken *hehe*.

Das aufregende Leben in Fotos
Da ich in Berlin mal wieder einige Aufnahmen mit meinem Handyfotoapparat geschossen habe, wurde ich darauf aufmerksam, wie lange ich hier keine mehr reingestellt habe. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine neue Galerie mit den aufregenden Fotos aus meinem Leben. Natürlich wie gehabt in streng chronologischer Reihenfolge. Die Fotos aus Berlin dürften also erst in den nächsten Wochen folgen. Viel Spaß!

01.08. – 31.08.2005 – Das aufregende Leben in Fotos (drei Seiten)

Bild des Tages
Gesehen auf einem Mülleimer in Berlin. Gute Idee! Gegen diese ganzen Möchtegern-Ghetto-Gangster-Kinder-Rapper aus Berlin. Die Frage ist da nämlich, wer nun das Opfer ist. Wer wissen möchte, wer hinter diesem Aufkleber steckt, schaut am besten hier vorbei.

Das war’s für heute.
Viele Grüsse aus Motorcity
Mario

Comments

  1. Hi,
    ich muss zuerst ein großes Lob an dich weiter geben. Sowohl deine Blogeinträge als auch dein Blogdesign sind faszinierend und erstaunlich zugleich. Das findet man nur hier. Sehr schön.

    Aus diesem Grunde werde ich wieder vorbeischauen. Du wirst mich also nicht so schnell los!

    Domi

  2. Wie ist die Adresse auf dem Aufkleber? Kann ich leider mit meinen Augen nicht entziffern.
    Geiles Bild von diesem Wodkakenner! :o)

    Sashman

  3. ach mario – wie gut ich den zweiten absatz verstehen kann! aber ich hab dann auch immernoch meinen chef, die PMs und sonstige nasen im nacken… und dann soll man kreativ sein? geht nicht! so!
    aber übernächste woche hab ich frei und werde mich auf dem glühweinmarkt ganz schlimm betrinken. wer mitmachen will ist willkommen ;o)! ich hoffe nur dass bis dahin schnee fällt und all so ein kram.

    schön dass euch berlin gefallen hat – ich mag die stadt selbst nach meinem 15. besuch noch nicht… na ja! kann berlin ja nix für, dass ich so wählerisch bin!

    war schön nochmal was zu lesen!
    wünsche allen einen schönen rest-sonntag und einen guten start in die neue woche!

    ho ho ho,
    annika

  4. Na du…

    …musste grad mal an den Slide-a-lama-Loser denken

    Ach übrigens…Deine Bewerbung ist Dir echt gelungen…

    Schöne Grüße

  5. Auch hier ein ausgemachter Skandal!!
    Herr A. hat jetzt die Bilder von Mannheim und Berlin schon zwei mal angekündigt, ließ die selbst gesetzten Fristen aber jeweils verstreichen.
    Wenn das die Klatschpresse mitbekommt! :o)

    Sashman

  6. @annika: Berlin ist auch nicht so meine Wahlstadt. Ist alles viel zu groß für mich. Für einen Abstecher am Wochenende sicherlich ganz nett, aber auf Dauer doch zu viel für einen Einweihner von Motorcity.

    @nadine: Jaaaaanz Ruhisch! Kommt bestimmt relativ bald ;).

    Grüße aus dem verschneiten Motorcity
    Schnee ist großartig
    Mario

  7. Nur soviel, “Ohlig” ist ein alter Name in Rödelheim, war früher der Vorsitzende des Kleingärtnervereins “Fuchstanz”.
    Fidel – DV8

  8. :o))))))))))))))))
    jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, ich könnte mich wegschmeissen! :o)))

    suaaaaaahhhhhhhhhhhh,
    Sashman

  9. GÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHH
    HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHN!

    So verliert man seine Fans, hab ´ ich mir sagen lassen :o).

    Erster!

  10. Junge, junge, junge… ich mag dich wirklich, aber langsam iss mal gut gewesen.

    Mehr habe ich dazu nicht zu sagen. :-)

  11. *argh* *hilfeeeee*! Sorry Freunde, aber ich packe es auch heute leider nicht. Werde es am Freitag aber ganz sicher schaffen endlich etwas neues zu schreiben.

    Ich liebe doch meine Fans :)
    Grüße aus Motorcity
    Mario

  12. PFFFFFFFFF! Gar nix is ´ echt gar nix.

    Brauchst Dich nich ´ wundern, wenn Deine Fans in andere Tagebücher abwandern. Dieser Rudi Rüpel soll ein ganz tolles haben, aber der is ´ mir zu assi. Egal. Ich bin raus. Und bevor Du fragst, ich mach ´ gerade Pause.

    Just!

  13. …ich schaff es meistens sogar nicht mehr in rudi rümpel ´s tagebuch.
    schlimm, diese vorweihnachtszeit ;o)

  14. @Annika:
    Wer ist Herr “Rümpel”?!
    Is ´ das auch so ein Asi aus Frankfurt, oder einfach ein unordentlicher Mensch? :o)

  15. der is bestimmt auch ein asi, der herr rümpel. mindestens so einer wie der herr rüpel! und unordentlich dazu!

    ausserdem hat die uschi wohl ein kleines problem mit dem buchstabenfinden auf der tastatur ;o)

  16. hm… ob der mario wohl schon was neues am schreiben ist?
    sonst losen wir, und dann muss jemand anderes seinen wochenbericht hier abliefern.
    ich brauche ablenkung! will nicht mehr arbeiten heute! tu(t) was!

  17. Geil ist auch, wenn die Kommentare im Tagebuch des Mario A. länger sind als der eigentlich Beitrag. ;o))

    Ich bin raus wie Just!

    :o)

  18. Hm… Tja – außer Spesen nix gewesen, würd’ ich sagen. Tzä!!!
    Dann kann ich ja jetzt auch in die Heia gehen…
    Ich bin raus wie die Herren F. und P.!
    Elena

  19. Maaan ey,

    wie lange brauchst du denn noch? Ein einziger neuer informativer Satz würde schon reichen…! =)) *waaart*

    Gruß Markus

  20. Jetzt wird der Mario aber auch ganz schön bedrängt hier… aber was soll ich sagen, du hast es nicht besser verdient…. SCHAFF WAS!

    Es ist Freitag, ich habe keinen Bock mehr zu arbeiten und würde mich riesig über die Geschichten des Mario A. freuen.

    Na ja vielleich sitzt du ja gerade dran… die Hoffnung stirbt zuletzt.

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