Festtagsbraten

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Unbockig
Eigentlich habe ich gerade mal mehr so gar keine Lust was zu schreiben. Ich mach’s aber trotzdem – ist ja Weihnachten ;).Wer hier aufmerksam Kommentare liest wird es gemerkt haben. Da fragt ein gewisser Markus, seines Zeichen Bruder meiner besseren Hälfte, nach dem Nachbericht zum “Mörderspiel”. Natürlich habe ich den nicht vergessen und damit ich überhaupt was zu schreiben habe, werde ich die Story mal ein wenig aufbereiten.

Der Gärtner ist immer der Mörder
So will es uns zumindest ein altes Sprichwort suggerieren. Beim “Mörderspiel“, einem interaktiven Theaterstück, gibt es allerdings keinen Gärtner. So muss sich das Publikum bei diesem theatralisch-kulinarischen Event anhand von Indizien an den Täter herantasten. Am Empfang, des Frankfurter Maritim Hotels, gab es zur Einstimmung auf den Abend einen kleinen Sektempfang. Dann ging es in den festlich dekorierten Veranstaltungssaal. Zu Beginn der Veranstaltung stellten sich die Darsteller an jedem Tisch vor. Pro Tisch gibt es acht Gäste, die sich im Verlaufe des Abends, bedingt durch ihre Aufgabe den Mörder zu finden, besser kennen lernen. Draufgängerische Einzelgänger sind hier nicht gefragt. Glücklicherweise waren unsere Tischgenossen allesamt relativ jung und kontaktfreudig. Um uns herum waren nämlich auch einige betagte Artgenossen anwesend. Nachdem sich alle Darsteller vorgestellt hatten begann der kulinarische Teil. Begleitet von Klavierklängen verkosteten wir im ersten Gang eine Kürbiscremesuppe. Sie mundete uns hervorragend. Kurz darauf begann die Veranstaltung – der “tödliche Kongress”. Wir befinden uns auf einem Pharmakongress in den 20er Jahren. Der erste Kongress dieser Art weltweit. Die Gäste sitzen bereits auf ihren Plätzen und warten auf den Stargast des Abends. Mr. John Smith. Er wurde vorab vom Veranstaltungsleiter aus dem Publikum herausgesucht, um als Mitspieler der Theatertruppe zu fungieren.

Nachdem er die Bühne betrat, um den Kongress zu eröffnen, stürmte zuerst seine Schauspielerfrau die Bühne, um für ihren Verein “Pro Sitte e.V.” zu werben. Kurz darauf stürmte eine angebliche Geliebte von ihm hinzu. Die beiden Damen bekamen sich in die Haare und wurden vom großartig spielenden Officer von Scotland Yard vom Kongress ausgeschlossen. Mr. Smith folgte den Damen um sie zu beruhigen. Keine zwei Minuten später schleppte sich Mr. Smith blutend und mit einem Messer im Bauch auf die Bühne. Filmreif sackte er in sich zusammen. Eine Reife Leistung für einen Mann der eben noch ein Publikumsgast war. Nun war wieder das Publikum gefragt. Der Officer verteilte Mappen mit Indizien, Beweismaterialien und Protokollen von Zeugenaussagen. Vom handgeschriebenen Liebesbrief bis hin zu Pillenrezepten war alles zu finden. Zur Stärkung gab im Anschluss Schweinefilet in Rahmsauce mit Senfkruste an gratinierten Kartoffeln. Gut gestärkt kamen die Ermittlungen auf Hochtouren, als zwei Teammitglieder zwei Stationen zu weiteren Verhören anlaufen durften. Bekleidet mit Hüten verhörten unsere Agenten die Dame von der London Times, sowie die Sekretärin des Verstorbenen. Es folgten Bühnenauftritte der potentiellen Mörder. Auch Publikumsgäste wurden daran beteiligt. Manch einer bot einen merkwürdig bis komischen Auftritt. So sprach Schauspieler William, der arbeitslose aus der Unterschicht mit einem Publikumsgast, der Dr. Frisciato spielte. Der Dr. bekam eine Speisekarte eine Kölner Pizzeria in die Hand und wurde aufgefordert, sobald er angesprochen wird, etwas aus der Karte vorzulesen. Dann wurde die Beweisaufnahme geschlossen. Nun war es an der Zeit den Mörder ausfindig zu machen und dies mit einer hieb- und stichfesten Begründung zu belegen.

Nach dem Dessert, einer Art Kuchen mit Schokoladensauce wurde der Fall aufgeklärt. Ob nun die Dame mit den Handschuhen in Frage kommt, weil auf dem Messer keine Fingerabdrücke gefunden wurden hat man allerdings ebenso ausgelassen wie die Beantwortung der Frage nach dem eigentlichen Motiv des Mordes. Und so kam es, dass eine der verdächtigen Damen plötzlich Linkshänderin war, was bis dahin niemand wissen konnte. Im Endeffekt hätte also jeder der Mörder sein können. Die Zeit der Spekulationen bis zum nüchternen Auflösung war allerdings sehr unterhaltsam. Die Darsteller gaben zum Schluss mit “Der Gärtner ist immer der Mörder” ihre musikalischen Fähigkeiten zum Besten. Wer nun noch einen Whisky verkosten wollte konnte dies am Ende des Stückes tun. Dieser war im Gegensatz zu den restlichen Getränken im Eintrittspreis inklusive. Dass die Getränke getrennt zu zahlen waren muss ich hier nicht erwähnen. 8,50 EUR für eine 0,75 Liter Flasche Gerolsteiner Mineralwasser sind dennoch Wucher. Die Parkhausempfehlung der Mörderspiel Organisatoren wurde anschließend auch noch zum Ägernis. Sie empfahlen das Parkhaus Festhalle/Messe/Maritim. Der Stundenpreis belief sich hier auf 2,50 EUR, was die Rechnung am Ende nochmals um 15,00 EUR steigen ließ. Trotz allem war es ein netter Abend und Markus hatte seinen Spaß. Er bekam dieses Ereignis nämlich zum Geburtstag von uns geschenkt.

Weihnachten im Hause A.
Nach dem typischen Mario A. Weihnachtsessen – Kartoffelsalat mit Würstchen – gab es die Bescherung mit der Familie. Ich schenkte meinen Eltern ein neues Telefon, da das alte Siemens Gigaset langsam den Geist aufgab. Im Gegenzug regnete es für mich Bargeld, Equipment für den Barkeeper und einen Schlafanzug. Die Gans gibt es bei uns übrigens immer am 1. Weihnachtsfeiertag.

Hochexklusive Skandalfotos
Nach der obligatorischen “Weihnachten bei Familie Heinz Becker” Folge im Fernsehen, ging es mitsamt Nadine und Marcy ins Rind, wo vor dem Eingang schon lange Schlangen auf Einlass warteten. Glücklicherweise sind wir im Besitz der Rind-Clubkarte. Sie ermöglichte uns, gegen einen geringen monatlichen Obolus zur Unterstützung unseres Kulturzentrums, den bevorzugten sowie kostenlosen Einlass. Also nichts wie an der Menschentraube vorbei und hinein ins warme Rind. Leider waren wir zu früh, zeigte sich um 23 Uhr noch keiner der üblichen Verdächtigen und im Veranstaltungssaal gähnte die Leere. Nach meiner Prophezeiung füllte sich der Saal jedoch gegen 23:30 Uhr relativ schnell. Klar: Die Leute mit Vorverkaufstickets oder Clubkarten kommen sowieso rein. Alle anderen die noch draußen in der Schlange standen durften bis 00:30 Uhr auf Einlass warten. Aber bei so einer Party macht man das ja gerne. Die nächste Mal rechtzeitig Karten im Vorverkauf sichern! Nach ein paar Becks und vielen Smalltalks kam nach langer Abstinenz die Paparazzikamera wieder zum Einsatz. Lustig wie viele Leute mich darauf ansprachen und sich freuten, dass es endlich wieder skandalträchtige Partyfotos aus meinem Hause gibt. Daher: Viel Spaß mit den Fotos!

Fotos von der Heiligabendfete im Rind (drei Seiten)

Ansonsten noch viele Grüße an Dr. Big Metz, welcher erbarmungslos und in bester Rock ‚N’ Roll Manier eine “Gegenveranstaltung” in der Waschbar fuhr. Später kam aber auch er in das Intellektuellenwohnzimmer Das Rind ;). Mehr Fotos in den kommenden Tagen auf der neuen Rind Website.

Bild des Tages
Das zeigt, wo ich gestern war. Zusammen mit Sascha und Marcell zu Gast in der Nachtschicht Sendung auf Planet Radio. Mit uns im Studio: Evren, Bayz Benzon und Moses Pelham, welcher hier, unschwer zu erkennen, zu sehen ist.

Ich bin raus und mache mich mal auf dem Weg nach Hanau zu meinem Schatz, wo meine Weihnachtsgeschenke bestimmt schon bereit liegen.

Grüße aus Motorcity
Mario

Comments

  1. Erste!
    Stell ´ doma 2-3 Bildchen von gestern hier rein. Bin auf das Ergebnis gespannt….
    ;o))
    Merry Xmas!
    Ich geh’ jetzt weiteressen…
    Die ohne H

  2. Tzä… Skandal!!
    Immer dieser unkooperative Herr A.! ;)
    Spaaaaß!
    Na ja – dann muss ich mir das Spektakel wohl irgendwann mal wieder live und in Farbe angucken…
    Und wehe es lässt “jemand” ne Flasche Becks im Foyer fallen… ;o)

  3. ‘tschuldigung, hier aufm Dorf dauert’s manchmal ein bisschen länger… ;o)
    Frohes Neues btw!

  4. Tja ja, so muss es sein.

    Ach und danke Elena, den Bericht mit dem Herrn Müller kannte ich zum Beispiel noch nicht. Obwohl ich aus einer Großstadt komme. =))

    Grüße

  5. Hey mein kleiner grosser!
    vielen lieben Dank für die Glückwünsche – hab mich echt sehr gefreut. Sind immer noch mehr oder weniger am feiern…
    ich melde mich die tage mal zwecks kaffee-durst! ;)
    Janna

  6. @sascha: Neeeeeeeeeiiiiiiin! Der neue Eintrag kommt schon heute! überlegs Dir doch nochma’ :).

    @janna: Dann meld dich mal! Hoffe Du hast schön gefeiert.

    @oberlehrer: Verdammt! ;)

    Grüße
    Mario

  7. Falls irgendwer hier Tipps gegen Schreibblockaden braucht, holla at your boy. Andererseits bist Du vielleicht einfach auch nur sehr mit Deiner Arbeit beschäftigt, was ich natürlich wiederum sehr respektiere :o).

    Erster!

  8. Nette Homepage haben Sie da, Herr Jonas! ;o))
    http://www.wann-gibt‘s-die-neue-nachtschicht-compilation.de finde ich aber auch sehr interessant. ;)
    Und der Herr A. ist bestimmt zu big im Binezz – wie der Mann mit dem Chi wie in Tchibo…
    Schönes Wochenende!
    Helen ohne H aber dafür mit… u weiß

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