Jetzt geht das wieder los

Spiel
Am Freitag vor genau einer Woche klingelte mein Telefon. Ein netter Herr von der Telekom war dran und erzählte mir von einem neuen Angebot, was man als Bestandskunden ohne Zusatzkosten nutzen könne. Die Rede ist vom Call & Surf Comfort Plus Tarif. Die Kosten von Telefonaten im Mobilfunknetze niedriger, als im Call & Surf Comfort Tarif. Dazu gibt es die Hotspot-Flatrate mit der man Deutschlandweit alle T-Online W-LAN Hotspots nutzen kann. Das beste Angebot war allerdings, dass man mir DSL 16000 freischalten könne.

Eine Auftragsbestätigung wollte man mir schriftlich auf dem Postweg zukommen lassen.

Am Montag kam ein Brief von der Telekom. Datiert auf Freitag, den 22.06.2007. Man warb für den Call & Surf Comfort Plus Tarif. Von einer Auftragsbestätigung keine Spur.

Spaß
Anruf bei der Telekom. Ich habe innerhalb von einer Minute einen Ansprechpartner. In der Datenbank waren keine Tarifänderungen zum Anschluss vermerkt. Ich beauftrage über die Hotline eine Tarifänderung auf Call & Surf Comfort Plus und damit verbunden ein Update von DSL 6000 auf DSL 16000.

Nach fünf Minuten war die Änderung im Computer gespeichert. Die Dame hatte hörbar Probleme die Änderungen in der Telekom Datenbank zu vermerken. Alles dauerte Ewigkeiten bis der Computer es gemerkt hat. Ich tröstete sie mit der Aussage, dass ich die Problematik kenne und sie nicht die erste ist mit der ich bei der Hotline telefoniere. Viele Menschen die dort arbeiten erzählen einem gerne Geschichten von Windmühlen, gegen die man bei der Anbringung von Verbesserungsvorschlägen arbeite. Die Computerprobleme bei der Telekom sind hausgemacht. So will man laut Hotlinemitarbeitern veraltete Datenbanken auf Servern in Hintertupfingen nicht abschalten. Deswegen dauern Tarifänderungen mitunter länger. Wenn sie überhaupt funktionieren.

Spannung
Zurück zu DSL. Die Hardware ist vorhanden, das DSL Modem auf dem neusten Stand der Technik (dank Firmware-Update) und damit für DSL 16000 einsatzbereit. Das weiß auch die Telekom.

Heute Morgen kam ein neuer DSL-Splitter vom T-Versand. Mittlerweile der Zweite den ich im Keller bei einem Defekt als Ersatzteil lagere. Wenn es so weitergeht mache ich demnächst einen Großhandel mit den Dingern auf. Mal sehen, ob auf der nächsten Abrechnung die 6 EUR Versandkosten stehen. Immerhin sind die ja für etwas das ich nie bestellt habe. Stichwort Gutschrift.

Ich bin gespannt was am Montag passiert. Da soll die neue DSL Geschwindigkeit geschaltet werden.

Update: 29.06.2007 | 12:12 Uhr
Eben ruft eine Dame von der Telekom bei mir an und will mir den neuen Call & Surf Comfort Plus Tarif verkaufen. Verrückt!

Wenn ein Computer nicht mehr rund läuft macht man für gewöhnlich einen Neustart und alles funktioniert wieder. Vielleicht sollte man das bei der Telekom auch mal ausprobieren. Es wäre wahrscheinlich der erste Neustart seit der Privatisierung im Jahre 1995. Wenn man zurückblickt sieht man, dass sich leider nichts ändert.

Die Geschichte mit den Windmühlen.

Live aus Motorcity
Mario

Comments

  1. DSL 16.000 braucht halt auch kein Mensch … das ist wie Geld auszugeben um von 240 auf 245 PS zu kommen: unnütz, denn der tatsählich unterschied ist vermutlich a) kaum messbar und b) für den Privatsurfer nicht wahrnehmbar.

  2. Ottonormalsurfer braucht das sicher nicht. Selbst mit DSL 6000 kann man Videos in Fernsehqualität streamen.

    Ich habe es in erster Linie wegen dem schnelleren Upload. Das macht sich sofort bemerkbar, wenn man öfters mal große Datenmengen an Kunden verschickt oder auf einen FTP hochlädt.

    Grüße
    Mario

  3. Also ich bin mit meinem DSL 16000 sehr zufrieden.
    War damals ein enormer Schub von DSL 1000. Das Tuning hat sich enorm gelohnt ;)

    Aber Mario. Ich wage mal eine Sicht in die Zukunft. Am Montag surfst du noch mit DSL 6000. Denn die Freischaltung dauert nicht ein paar Tage, sondern ein paar Sekunden. Das habe ich bei 1und1 gesehen.

  4. @Sascha & Annika: Ich kann euch beruhigen – alles ist bestens. Und das ganz ohne Totalausfall. Seit heute funktioniert mein DSL 16000.

    Selbst beim Surfen macht sich ein enormer Unterschied bemerkbar. Ich bin beeindruckt! Nein die Telekom hat mir kein Geld gegeben und keine Abmahnung geschickt :).

    Viele Grüße aus Motorcity
    Mario

  5. Bei der T-Com ist das eigentlich ganz einfach: die sind so groß, dass vieles leider zu tode organisiert ist und deshalb ein externer Dienstleister nicht mehr weiß, was der andere macht. In den Callcentern sitzen meistens externe Leute, gelernte Rollrasenverleger o.ä., und deshalb kommt einem die T-Com immer wie eine Service-Wüste vor… schade eigentlich

  6. Das ganze Drama beim Service der deutschen Telekom zeigt doch der abnehmende Kundenstamm. Derzeit wechseln mehr als 3.000 Kunden pro Tag von der Telekom zu einem anderen Anbieter. Eine Zahl, die man sich erst einmal vor Augen halten muss. Auf https://www.investmentsparen.net/blog/borse/die-telekom-und-ihr-immer-noch-bestehendes-service-wirrwarr.html hab ich mal versucht, das Wirrwarr der Telekom in Worte zu fassen und aufzuzeigen, welche Wirkungen durch Kostendruck verursachter Personalabbau in einem Serviceunternehmen haben kann.

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