„Das Rind“ Betreiber denkt an Ausstieg

Das Rind Mitarbeiter und Gäste am Tischkicker

Gastkommentar

„Für die vor einigen Wochen erfolgte Verkürzung der Öffnungszeiten, sowie eine Verkleinerung des Café-Angebotes macht der Geschäftsführer „betriebswirtschaftliche Erwägungen geltend.“
Aus der Main-Spitze vom 15.01.2008

In Fachkreisen ist bereits seit einiger Zeit bekannt, dass Rind Betreiber Andreas Andel mit der Gesamtsituation unseres Kulturzentrums unzufrieden scheint. Warum nur?

Die Pachtverhältnisse der Stadt Rüsselsheim kommentiere ich nicht – da habe ich keine Ahnung von. Jedoch weise ich bereits seit Jahren auf die gastronomischen Defizite aus Gästesicht hin – ohne Erfolg.

Was die Freundlichkeit der Mitarbeiter angeht hat sich etwas zum Positiven gewandt. Aber es gibt eine Menge Probleme, die sich mit einem Lächeln schwer beheben lassen. Ob dies, die im Laufe der letzten fünf Jahre immer weiter ausgedünnte Speisekarte, oder die Anzahl der fähigen und imagebildenden Mitarbeiter ist, lasse ich offen.

So summierten sich die gravierenden Mängel am gastronomischen Konzept in den vergangenen Jahren. Es wundert mich nicht, dass man seit kurzem die Türen erst um 17 Uhr öffnet – das Wochenende eingeschlossen.

Bei anderen Rüsselsheimer Gastronomiebetrieben – etwa der S-Bar geht dieses Konzept auf. Allerdings nur, weil dort alles funktioniert. Die Bedienungen sind freundlich, das Essen schmeckt und die Getränke sind zeitnah am Tisch. Man fühlt sich wohl. Spätestens um 20 Uhr ist der Laden voll mit Menschen die essen, trinken und die Kasse füllen.

„Frage: Hat das Rind heute offen? Antwort: Ja, das Rind hat immer offen. Es sei denn, heute ist Silvester, denn das ist der einzige Tag an dem auch die Rinder mal Pause machen.“
Aus der Rind-Website www.dasrind.de

Wenn ich mir die Rind Speisekarte anschaue kommen mir die Tränen. Noch vor Jahren sprießte dort ein üppiges Angebot, was zu fast jeder Tages- und Nachtzeit wahrgenommen werden konnte – und auch wurde. Der Gast konnte zu jeder beliebigen Zeit aufschlagen – die Türen standen jederzeit offen. Die damaligen Mitarbeiter begrüßten Stammgäste wie gute Freunde, man unterhielt sich miteinander und es war immer etwas los. Mit einem Lächeln denke ich an die Bingoabende mit Gaggi und Manfred zurück, an denen es ein Kunststück war einen Sitzplatz zu ergattern.

Heute herrscht dagegen zu nahezu jeder Uhrzeit gähnende Leere, augenscheinlich verursacht durch Missmanagement. Wer setzt sich schon gerne in ein leeres Café?

Von den Partys abgesehen, die allerdings nicht von der Kulturcafé GmbH (Cafébetrieb), sondern vom Verein für Kultur e.V. (Veranstaltungen) veranstaltet werden. Scheinbar die einzige Institution in den Hallen des Rindes, die etwas reißen kann, weil die Macher fähig und mit Herzblut bei der Sache sind.

Fazit
Wenn Andreas Andel tatsächlich aus dem Rind aussteigt kümmern sich vielleicht engagierte Studentenköpfe um das Tagesgeschäft und machen das Rind wieder zu dem was es mal war:

Dem Wohnzimmerersatz für Jung und Alt.

Ältere Einträge zum Thema:

Aus Motorcity
Mario

Comments

  1. Dein Blick nicht vollständig und ein wenig verklärt. Immer wieder mal wechseln im Rind die Anteilseigner und Betreiber, allerdings hat dasRind nicht nur mit den Allüren von Andel zu kämpfen – auch mit der veränderten Marktsituation. Wie Du schreibst, ist heute, was einmal zu Rüsselsheims de facto einziger Kneipe genügte, bei weitem nicht mehr ausreichend: S-Bar, Velvet(?) und die Sportsbar haben Impulse gegeben, denen das Publikum gefolgt ist – weg vom Rind. Leckere Speisen, angenehme Optik und besseres Personal sind berechtigte Ansatzpunkte, allerdings wissen wir auch alle, dass, so kompliziert der Andel ja auch sein mag, das sicher nicht alles auf seinem Mist gewachsen ist.
    Die eigentliche Ursache ist also, dass dem Rind das Herz verloren gegangen ist: heute besteht dasRind als Leuten die halt da arbeiten, früher bestand dasRind aus Leuten die da mehr oder weniger gelebt haben und mit Herzblut bei der Sache waren – und wenn davon 4, 5 wegbrechen, sieht man eben schonmal alt aus. Oder Neudeutsch: die base ist weggebrochen.
    Frischer Wind muss her, so viel steht fest, aber sicher ist das nicht alles dem Andreas geschuldet. In wie weit sicher der Wasserkopf in der Verwaltung verkleinern lässt ist nicht klar, Impulse braucht die Kneipe auf jeden Fall – aber wichtig wäre ein F&B Manager mit Herzblut. Und ich will jetzt auch nicht übermässig der Sabrina nachtrauern (und wenn aus anderen Gründen ;-)), aber sie hatte den Laden in vielerlei Hinsicht im Griff, eben weil sie mehr war als eine bezahlte Angestellte. Diese Lücke muss gefüllt werden.
    Head up, Totgesagte leben länger. Aufgeben ist niemals eine Option.

  2. Lieber Mario,

    die Institution „Das Rind“ liegt mir sehr am Herzen. Der Zusammenschluss aus Verein für Freizeit und Kultur e.V. und der Kulturcafe GmbH kann nur funktionieren wenn beide Parteien sich einig sind. Wichtig ist aber das VFK und GMBH verschiedene Führungspersonen aufweisen. Ich finde es unverständlich das es schon so viele Jahre ein und die selbe Person ist die auf beiden Seiten den „VORSITZ“ inne haben.

    Ist es denn im Sinne der Öffentlichkeit wenn ein 1. Vorsitzender des VFK gleichzeitig auch alleiniger Gesellschafter der GMBH ist die in der Institution das „Bier“ verkauft.
    Der VFK wird u. a. von öffentlichen Mitteln unterstützt. Kommt man als Geschäftsmann und 1. Vorsitzender nicht mit diesen beiden Posten in einen Interessenkonflikt.

    In einem Gastronomischen Betrieb in dem man ohne sich zu ekeln nicht einmal auf eines der Grundbedürfnisse (mal ordentlich Kacken gehen) zurückgreifen kann, ist wie Du es schon beschrieben hast ein Missmanagement welches zu schlechten Besucherzahlen führt.
    Dagegen steht ein Qualitatives Programm welches der VFK veranstaltet. Dieses Qualitative Programm hat durchweg eine gute Besucheranzahl. Leider ist es hier aber nicht der Verdienst eines 1. Vorsitzenden, sondern schlecht bezahlte Leute die aus irgendwelchen Ideologischen Gründen sich berufen fühlen das Kulturzentrum zu bespielen. Darin haben diese Personen auch noch erfolg. Gleichzeitig werden Sie von Ihrem 1. Vorsitzenden bei einem Interview in einem Satire- und Lifestylemagazine bei dem der Herausgeber und der Gesellschafter der GMBH sich die Tränen gegenseitig aus den Augen wischen angegriffen.

    Lieber Mario, ich danke Dir für diesen Komentar und kann Deine Ausführung nur unterschreiben.

    FüR EINE BESSERE SERVICELANDSCHAFT
    IM KULTURZENTRUM DAS RIND!

    Matthias Metz

  3. Ich finde der Herr Metz ist mit den Vereinsmachern einseitig gut bekannt – und so schreibt er auch. Ändert allerdings nichts dran, dass im Service etwas passieren muss.

  4. Freut mich dass so schnell Meinungen zu dem Themenkomplex abgegeben werden. Das Hauptproblem an der ganzen Miesere ist sicherlich, dass die fähigen Leute gegangenen sind und kein Ersatz kam.

    Dass die gesamte Kulturarbeit von einer Person mit Herzblut in der Sache geschultert wird, kann meiner Meinung nach auch nicht sein. Wenn die Person hinschmeisst wäre es gänzlich vorbei mit einem breitgefächterten Kulturprogramm im Rind. Sonst kümmert sich scheinbar keiner um die Sache.

    Was den Doppelvorsitz angeht ist immerhin Besserung in Sicht: Laut Rind-Clubmailing soll noch im Januar eine Vorstandswahl stattfinden, die diesen Umstand ausmerzen dürfte.

    Bei der ganzen Geschichte lese ich immer wieder von Problemen bei Verhandlungen mit der Stadt Rüsselsheim. Von einem maroden Gebäude und von mangelnder Gesprächsbereitschaft in der Kulturverwaltung.

    Das ist nicht das Problem vom Rind. Auf mich wirkt es eher so als ob man die Schuld lieber bei Anderen sucht, als bei sich selbst.

    Die Stadt kann sicher nichts dafür dass im Rind keiner mehr seinen Kaffee trinkt.

    Dass Herr Jobst immer am lautesten über sich selbst lacht ist gemeinhin bekannt. Mit ihm lacht keiner mehr, nur noch über ihn.

  5. Hätte ich Flo nicht kennen gelernt und wäre er nicht durch seinen sehr positiven Einsatz hervor gestochen, wäre das Rind für mich immer noch ein Drecksloch für Studenten, wo ich nichts verloren habe.

    Jeder hat Gedanken, Ideen und Wünsche. Evtl. sollten wir uns alle zusammen setzen und Flo supporten, den Laden aufpeppen – das geht auch ohne Geld und Formulare ausfüllen.

    Ich finde es schade, solche Schlagzeilen über das Rind zu lesen. Was haben wir denn sonst in Rüsselsheim? Ein scheißdreck haben wir. Zwei Dorfzeitungen, die eigentlich über eine Stadt Berichten sollten. Irgendwelche alt eingesessenen Menschen, die sich von der Bild- Zeitung und den Medien abschrecken lassen. Wo ist denn der Bezug zu der Jugend? Wo ist denn die treibende Energie, die eine Plattform bieten sollten, egal welche Klasse, Schicht und Szene. Wir sind keine Großstadt, da sollte es doch möglich sein, die Menschen zusammen zu bringen.

    Die Speißekarte ist ein Witz, ja das ist ein Fakt. Das Personal will ich nicht angreifen, es ist allgemein in Rüsselsheim seltsam, dass man in Großstädten mit Leuten in Cafes und Imbissbuden reden kann, aber hier wird man angekotzt, alles ist Hektik und Stress. Halloooo?!?!

    Ah, mir doch scheiß egal. Die Stadt ist eh ein haufen Scheiße. Schade, dass wir keine U-Bahn haben, hab gehört, da darf man als Ausländer Leute zusammen schlagen und bekommt sogar Beachtung von den Medien, der Politik und Gesellschaft – wie sonst?!

    Mario, halt die Fahne oben, du scheiß Student =)

    PS: Morgen 17h Rind? Muss danach nach FFM, Ghettobusiness und evtl U Bahn fahren.

  6. Wie kommt jetzt Herr Jobst ins Spiel? Herr Jobst tut etwas sehr interessantes: er bringt die Rüsselsheimer Bauern, äh Verwaltung, mit der Pressefreiheit vor Gericht.
    Jeder Dummkopf (na gut, fast jeder :-)) konnte erkennen, dass sich es sich bei dem Kameraden-Artikel um Satire handelte und eines der höchsten – und deswegen am besten verfassungsrechtlich geschützten Güter – ist: die Pressefreiheit. Vorne drauf auf dem kleinen Blatt steht: Satiremagazin.
    Wir erwarten also ein spannendes Rennen, die Wetten laufen ja zusehends so: je höher die Instanz, desto wahrscheinlicher eine Entscheidung für Herrn Jobst.
    Mögen die Spiele beginnen!

  7. Hallo Miteinander,

    ich würde auch gerne ein paar Worte zu dem Thema verlieren. Seit Wochen und Monaten wird eine besorgte, aber leider auch groteske und auf falschen Annahmen beruhende Diskussion geführt. Mir ist es vor allem daran gelegen, das ganze zu versachlichen. Viele von den herbei geredeten Konflikten existieren in dieser Form nicht und insgesamt kann ich alle schon mal so weit beruhigen, dass alles definitiv nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Allerdings muss ich hier schon mal erwähne, dass Deine Artikel und auch die Kommentare von erfreulicher Sachlichkeit sind.

    Allerdings laufen derzeit Verhandlungen mit verschiedenen Partner, wie auch im Main Spitze Artikel erwähnt, weshalb ich mich zu diesen Punkten nicht äußern kann und will. Des weiteren habe ich natürlich durch die jahrelangen Einblicke Kenntnis von diversen Geschäftsgeheimnissen. Wer mich aber kennt, sollte wissen, dass ich über so etwas nicht plaudere – erst recht nicht über Geschäfte anderer…

    Also hier ein paar Kommentare:

    @ Alter Ego: „Immer wieder mal wechseln im Rind die Anteilseigner und Betreiber“

    So stimmt das nicht ganz. Von Anfang an ist Andel Gesellschafter und seit 2000 auch alleiniger Gesellschafter. Das ist eine ziemlich lange Zeit für so ein Geschäft. Auch im Verein gab es relativ wenig Fluktuation. Einschließlich mir gab es insgesamt vier hauptverantwortliche booker (inkl. Andel für einige Zeit). Das ist für so einen Laden und in dieser Branche eine ziemlich hohe Kontinuität.

    „In wie weit sicher der Wasserkopf in der Verwaltung verkleinern lässt ist nicht klar“

    Im Rahmen einer Vorstellung des Veranstaltungsbereichs (Verein) habe ich mal vorgerechnet, dass gemessen am Gesamtumsatz die Anteil der Verwaltungkosten einschließlich „Verwaltungs“-Personals deutlich unter 10% liegt. Wer einen vergleichbaren Dienstleistungsbetrieb findet, bei dem das auch nur annähernd so ist, muss lange suchen. über mangelnde Effizienz in meinem Bereich kann sich zumindest niemand beklagen.

    @ Metz: „sondern schlecht bezahlte Leute die aus irgendwelchen Ideologischen Gründen sich berufen fühlen das Kulturzentrum zu bespielen.“

    Herr Metz, die „ideologischen“ Gründe sind: „Wir haben Bock drauf“ ;-)

    @ Mario: „Dass die gesamte Kulturarbeit von einer Person mit Herzblut in der Sache geschultert wird, kann meiner Meinung nach auch nicht sein.“

    Vielen Dank für die Blumen, aber ganz so ist es ja auch nicht ;-) Zum einen arbeite ich mit dem Herrn Vogt zusammen, der den gesamten Jazzbereich plant zum anderen sind natürlich viele am Programm beteiligt, auch wenn sie es selbst so nicht sehen oder sich dessen vielleicht nicht bewusst sind. Ich bin mehr wie sonst jemand auf Hinweise und Tipps von allen Rind-Mitarbeitern und Rind-Freunden angewiesen. Ich arbeite ja mit vielen Leuten zusammen. Angefangen bspw.bei Kalki, der nicht nur die Levitation macht, sondern mir auch, genauso wie Tina und Kathi, im Bereich Gothic wertvolle Ratschläge gibt. Zu nennen ist natürlich die gesamte Abschuss-Crew und alle house und techno-DJs ohne deren Rat ich bei diesem Thema völlig aufgeschmissen wäre. Etliche Veranstalter, wie Patrick R. mit den „Rock around…“ Konzerten, Sascha mit dem Popkulturausschuss, so auch „mein“ Phono Pop-Team“ ;-). Etliche Gruppen, angefangen von der Liste Soli, über radio Rüsselsheim bis zu Abi-Feten-Komitees. Dem ganzen offiziellen Apparat im Eigenbetrieb Kultur, dem Theater und der Verwaltung. Der Jazz-Fabrik, dem Kultursommer, dem Amt für Integration und und und

    Neben der Planung eigener Veranstaltungen sehe ich mein Aufgabe eher darin, diese ganzen Fäden zusammen zu halten und im besten Falle zu einem Netz mit einem schönen Muster zu weben… Oh mein Gott, bin ich heute wieder poetisch ;-)

    @ Timu: Vielen Dank für den support, Alter! Das Lob kann ich nur zurück geben.
    Aber schimpf doch immer so über die Stadt, Du alter Meckertürke ;-)

    Bevor ich hier noch weiter Romane schreibe, sollte man doch mal zum Ende kommen.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass das Rind noch ein lange und sehr rosige Zukunft vor sich hat. Konflikte und Wandel gibt es immer. Und auch wenn es sich klischeehaft anhört, dass sind die berühmten Chancen, um etwas Positives zu bewegen.
    In den nächsten Wochen wird sich einiges entscheiden und ich für meinen Teil, werde mein Energie dahinein investieren, das Haus auf ein solides organisatorisches Fundament zu stellen, dass einen Vielzahl an Möglichkeiten biete. Inwieweit ich da persönlich in Zukunft Rolle spiele oder eine weiterhin tragende Position einnehme ist da nicht wirklich von Belang. Der Geist und die organisatorische Struktur des Hauses sind entscheiden. Ein kapitaler Fehler, meiner persönlichen Einschätzung nach, ist der, dass das Rind immer extrem personengebunden war und nach wie vor ist. Eine Gastrochefin geht weg, großes Drama, eine booker hört auf, der Himmel stürzt ein, eine Betreiber schmeißt den Bettel, Endzeitszenario…
    Im besten Falle sollte die Organisation im Rind von mehreren kompetenten Schultern getragen werden, die zwar alle einzigartig, aber (und das ist keineswegs abwertend gemeint) ersetzbar sind. Wenn ich mal aufhöre und es keiner merkt, weil der Betrieb reibungslos läuft, dann haben wir unsere Hausaufgaben gemacht.

    Ich kann nur empfehlen den Mainspitze Artikel genau zu lesen, darin erfährt man bei genauer Lektüre eine Menge…
    https://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3122063

    Und wer Fragen hat, ich stehe bereit.

    Alles wird gut!

    PS Apropos viele Helfer und Fäden beisammen halten. Mario, machst Du wieder schicke Fotos bei der 80er ? ;-)

  8. @Flo:

    Ein kapitaler Fehler, meiner persönlichen Einschätzung nach, ist der, dass das Rind immer extrem personengebunden war und nach wie vor ist.

    Meine Erfahrung als Gast in der Gastronomie zeigt mir, dass ich gerade Läden schätze in denen man Gesichter von Angestellten sieht die nicht austauschbar sind. Der Gast baut ja eine gewisse Beziehung zum gegenüber auf. Gerade als Stammgast ein ganz elementarer Punkt. Wenn ich anonym meinen Kaffee trinken will kann ich mich auch in die hiesigen Erlebnisgastronomietempel setzen. Aber so etwas war das Rind nie und darf es auch nicht sein.

    Wenn der Wechsel der Generationen (ob bei den Gästen oder den Mitarbeitern) sanft und nahezu unbemerkt stattfindet ist es optimal. Wenn innerhalb kürzester Zeit eine ganze Menge fähiger Mitarbeiter verschwindet ist dies ein Grund zur Besorgnis.

    Gerade die Bindung einer Einrichtung wie dem Rind an die Personen macht es erst zu dem was es ist. Das Rind sind die Leute die das Rind bilden und ohne diese Leute ist das Rind nichts.

    Bei den Fotos gebe ich mir Mühe, aber nur wenn du mir versprichst sie zeitnah online zu stellen ;).

  9. Hi Mario,

    da hab ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt.
    In der Hinsicht hast Du natürlich 100% Recht. Keine Frage. Keiner will ein McRind oder ein Rindbucks. Dass man seine Stammkneipe oder seinem Lieblingsclub mit den Leuten verbindet, die dort tätig sind, ist natürlich mehr als wünschenswert. Deshalb ist das Rind ja auch unser Wohnzimmer ;)

    Meiner Ansicht nach ist es nur ein kapitaler Fehler der letzten Jahre, dass die ganze Institutionen auf der Kippe stand und nach wie vor steht, wenn eine Person sagt, sie habe keine Lust mehr. Das ist für eine “normale” Kneipe natürlich üblich. Für ein sog. Kulturzentrum, ist das ein Umstand, der meiner Ansicht nach nicht sein kann. Wenn jeden Tag das Damoklesschwert über dem Laden hängt und man von der Gunst oder Missgunst Einzelner abhängig ist, dann ist das für die Motivation aller Beteiligten nicht gerade förderlich…
    Oder anders gesagt. Glaubt jemand bei der Centralstation wird die Existenz in Frage gestellt, wenn dort einer der Geschäftsführer aufhört. Oder hat im Schlachthof auch nur einer eine Sekunde ans Aufhören gedacht, als der Schulz gemeint hat, er macht nicht mehr so viel wie bisher. Wohl kaum. Beim Rind ist das, wie man an den öffentlichen Diskussion der letzten Jahre sehen kann, mehrmals jährlich der Fall.

    Wegen den Fotos: Hey, die Heiligabendfotos waren schon nach weniger als zwei Wochen auf dem server. Das ist bei den widrigen Umständen im Moment geradezu Rekord :-))

  10. Mehrere Fragen und Statements:

    1. Gestern war ich mit meinem Freund Jay im Rind Schach spielen, es gab Grünen- Beutel- Tee. Nach dem Verlassen des Rindes hat mich eine junge Frau angelächelt, die auf dem direkten Weg in das Rind war und strahle ein “Hallo” heraus. Ich weiß nicht wer sie ist, also falls die nächsten Tage jemand sich über den “arroganten Timucin” im Rind beschwert, der nicht “Hallo” sagt,… ich wusste nicht wer sie ist!

    2. Ich habe letzten Mr. DeeJay Vogt in der S-Bahn gesehen, nach ca. 10 Minuten Rennen (inkl. Sneakers mit runterhängenden Bändel – Beastie Like!). Ich kam rot angelaufen in die S-Bahn rein, stürz mich auf den Sitz und sehe ihn und seufze ein “Servuzzzz!”. Er hat nicht zurück gegrüßt und sein Magazin ausgepackt. Daraufhin habe ich mich weggesetzt, da ich Musik hören wollte… Schicksal!

    3. Bitte macht ein Valentinstags- Special. Oben ist eh alles rot, ihr müsstet nur unten paar Herz- Ballons aufhängen und dazu ein DeeJay mit romantischem Flavouuurrrrr!

    4. Oben im Rind sieht es aus wie in einem Swinger. Darf man oben im Rind Sex praktizieren? Wenn ja, muss man am Valentinstag die Kuschelecken vorreservieren?

    5. Laut internen Angaben, steht das Büro im Rind leer – kann man eine “Dritte Stufe für verliebte und fummelnde” einrichten, sozusagen die Erweiterung für den Red- Room?

    6. Muh

  11. @Timucin bezüglich Anfrage am 21.Jan. 2008 / 13.21 Uhr:

    Valentine: ;-) Ja musst Du den Pussy Club Chef fragen!
    Wer das genau ist kann ich nicht sagen. Da der Jobst sagt es wäre Andels und Miguels Idee. Miguel sagt es wäre dem Jobst und dem Andel sein Ding! Und der Andel sagt…. – ach nee der hat ja garnix gesagt! Am 26. ist wieder Pussy Club…. Eventuell auch am 14.02., würde mich auch freuen. Aber bitte auch mit den tollen Drinks für das bessere VOLK.

  12. @Timucin: hast du das Zeug, was solche Kommentare hervorbringt, in flüssiger oder fester Form zu dir genommen? *harhar*

    @Metz: “Besseres Volk”. Lebst du in einer Parallelgesellschaft? ;)

  13. Hahahahaah! Neeeein ich bin nur verliebt =) PUSSYCLUB!

    “Pussys, Pussys, Pussys! Hereinspaziert, Pussy-Freunde! Im Titty Twister gibt´s Pussys, dass euch die Augen übergehen! Die beste Auswahl an Pussys jenseits des Urals! Pussys im Sonderangebot! Wir haben:
    weiße Pussys,
    schwarze Pussys,
    spanische Pussys,
    gelbe Pussys,
    heiße Pussys,
    kalte Pussys,
    nasse Pussys
    stinkende Pussys,
    haarige Pussys,
    blutige Pussys,
    bissige Pussys,
    Seiden-Pussy,
    Samt-Pussy,
    Nylon-Pussys
    Sogar Pferde-Pussys,
    Hunde-Pussy,
    Hühner-Pussys!

    Kommt schon! Ihr wollt `ne Pussy? Kommt, ihr Pussy-Freunde! Was immer ihr wollt, wir haben es für euch! Hereinspaziert, Pussy-Freunde!”

  14. @mario a.:
    Nee ich stehe nur auf Longdrinks mit halbwegs guten Schnaps….. und nicht so komischen Zeug mit dem ich für gewöhnlich meine Fenster putz oder war das Frostschutz-. Ach was weis ich das Zeug mit dem im Rind die Longdrinks gemixt werden-. Du weist schon!

  15. hallo liebe “falschrum” blogger,
    der name des bloggs ist anscheinend programm. aber das ist ja typisch für diese stadt. hintenrum ist hier ja jeder stark. na ja was will man auch von politikern, bzw. deren kindern erwarten.
    wer was zu meckern hat oder fragen stellen möchte, kann sich ja mal bei mir melden. da kommen dann auch mal die echten tatsachen zur sprache. aber so kann ich mich wenigstens schmunzelnd über eure naivität zurücklehnen.
    kümmert euch lieber mal um eure angelegenheiten, das ihr mal mehr aus euch macht, als nur fotos auf diversen parties oder lokalen sportveranstaltungen zu schießen oder dummgeschwätz zu halten.
    mit freundlichen grüßen
    andreas andel

  16. Lieber Herr Andel,
    beim falschrum weblog handelt es sich um eine offene Plattform auf der jeder Leser seine Meinung in Form eines Kommentars zu einem Beitrag, der wiederum meine Meinung darstellt, abgeben kann. Dementsprechend kann ich den Vorwurf, es sei “hintenrum” nicht nachvollziehen, zumal es jedem offen steht – auch dir – hier zu lesen und Kommentare zu verfassen.

    Dass ich mit dem Thema ins Schwarze getroffen habe ist nichts neues, zumal Du höchstpersönlich schon Einträge aus diesem weblog ausgedruckt und in die Küche vom Rind gehängt haben sollst, die auf den miserablen Service hingewiesen haben.

    Den “Vorwurf”
    [blockquote]”das ihr mal mehr aus euch macht, als nur fotos auf diversen parties oder lokalen sportveranstaltungen”[/blockquote]
    muss ich eigentlich nicht kommentieren, mache es aber trotzdem. Wenn man keine Ahnung hat, wer welchen Tätigkeiten nachgeht, sollte lieber schweigen als mit Unwissen zu glänzen. Anhand der “Bilder des Tages” dürfte klar sein, wer von uns in dieser Sache mit “Dummgeschwätz” glänzt.

    Abgesehen davon finde ich es durchaus dreist die “diversen Parties” in eine unwichtige Kategorie abzuschieben. Denn:
    1. Verdienst Du mit den Partys vom Verein für Kultur e.V. Geld (Getränke!)
    2. Erfreuen sich die Rind-Partyfotos hoher Beliebtheit, was zu hohen Zugriffszahlen auf die Rind-Website führt und somit sicher auch schon den ein oder anderen Besucher mehr auf eine der Partys geführt hat. Dementsprechend hat Herr Andel durch meine Fotos sicher schon den ein oder anderen Euro verdient.

    über Deine Gegenleistungen wollen wir in diesem Zusammenhang lieber nicht reden. Dass Du als noch-Mitverdienender die Rind-Partys durch deinen persönlichen Missmut gegenüber meiner Person, auf indirekte Weise diskreditierst finde ich wirklich schade. Auch gegenüber den Menschen die ihr Herzblut in die “diversen Partys” stecken, ohne die das Rind schon vor Jahren aus der Rüsselsheimer Kulturlandschaft verschwunden wäre. Die Menschen, die mit wenig viel machen und dabei das Maximum herausholen. Nicht so eine halbherzige Scheiße wie Du sie seit Jahren fährst.

    Insgesamt lese ich aus deinem Kommentar eine tiefe Betroffenheit heraus. Wenn man mit Kritik schwer umgehen kann sollte man jedoch nicht die emotionale Schiene fahren und anderen Menschen versuchen an den Karren zu pinkeln. Vor allem dann nicht, wenn man keine Ahnung hat. Besser wäre es nachzudenken warum Menschen kritisieren und was man ändern könnte.

    Grüße
    Mario

  17. Herr Andel hat in sofern Recht, als das hier nicht auf den Punkt, sondern allenfalls nur außenrum diskutiert wurde.
    Die eigentlichen Beweggründe und Probleme wurde hier ja garnicht angesprochen, sondern eher die Symptome beschrieben. Wollte man es einseitig betrachten, könnte man von einer reinen Ansammlung von Vorwürfen sprechen – will man aber nicht.

    Wie immer in Zeiten von, nennen wir es mal Strukturreformen, sollte man möglichst versuchen die Ruhe zu bewahren, Aufwand durch Änderungen und zwischenmenschliche Spannungen entstehen ja durch diesen Prozess genug von alleine.

  18. Naja Herr Andreas,
    entweder kannst Du Dich nicht erinnern oder Du wolltest es nicht hören. Die Ausführungen hier hast Du auch schon mal aus meinem Mund gehört. Also komm nicht mir mit hintenrum stark sein!

    @Alter Ego:

    “Herr Andel hat in sofern Recht, als das hier nicht auf den Punkt, sondern allenfalls nur außenrum diskutiert wurde.”

    WAS IST DER PUNKT? SCHEISS GASTRO IM RIND! üBER WAS REDEN WIR?

  19. Nein, darüber reden wir eben nicht. “Scheiss Gastro im Rind” ist nur ein Symptom der Gesamtsituation im Rind – und darüber reden wir. Das Rind befindet sich im Umbruch, eine gute Gelegenheit einiges besser zu machen (auch die Randerscheinung Gastrobereich).
    Ich verweise daher auf meinen vorangegangen Beitrag.

  20. Hallo,

    gibt es Neuigkeiten zum Rind?? In Darmstadt bekommt man ja vom Nabel der Welt (also nicht das Rind, aber zumindest Rüsselsheim) nichts mehr mit.
    Hab nur gehört es soll angeblich schließen, das stimmt aber so besstimmt nicht, oder???
    Habe ich nicht was in der Mainspitze gelesen, dass Herr Haupt bald “das Sagen” hat?
    über ein kleines Update würde ich mich sehr freuen!

  21. Ja dann komm halt mal wieder rum!

    …der Florian Haupt hat “das Sagen” (letzte Wort) wenn es um das Programm geht Das macht er sehr sehr gut.
    Besser als alle Vorgänger u.a. vergangen 1. Vorsitzenden des Vereins der sich in seiner heutigen Pressemeldung ja für Dinge auf die Schulter klopft die nicht sein Verdienst sind.

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