Sommerloch

Cockpit einer Boeing 747-430 der Lufthansa

Morje
Na endlich – es wurde ja auch langsam mal Zeit. Es regnet! Nachdem schon am gestrigen Montag Abend warme und kalte Luftmassen miteinander kollidierten, was sich mit einem eindrücklichen Wetterleuchten bemerkbar machte, es aber nicht richtig regnen wollte, ist das heutige Schauspiel der Natur eine willkommene Abwechslung zur schwülwarmen Sommerhitze der vergangenen Tage. Besonders eklig war das bischen Niederschlag gestern – da kam zwar ne’ Menge Dreck aus der Atmosphäre runter, was man auch sehr gut riechen konnte, (wer den Geruch nicht kennt sollte sich in Frankfurt mal an die S-Bahn Station an der Hauptwache stellen) aber die grosse Abkühlung blieb aus. Nicht dass ich was gegen warme Sommertage und laue Sommernächte habe, aber das schwülwarme Wetter die letzten Tage war dann doch etwas heftig. Aushaltbar lediglich während der Fahrt im 7er Corsa Maybach – mit Fahrtwind um die Ohren. Das Höllengefährt hat nämlich leider keine Klimaanlage (Schiebedach machts auch *g*).

Das fiese an der Hitze ist, dass man ohne hohen finanziellen Aufwand nichts dagegen tun kann. Eine Klimaanlage kostet nunmal eine gute Stange Geld. Und bei zu grosser Hitze tritt auch die Formel, welche besagt, dass es “nur schlechte Kleidung gibt” ausser Kraft. Im Winter mag die zwar zutreffen, weil man sich da gut mit Pullovern und Jacken einpacken kann, aber im Sommer.

Was viele nicht wissen
Apro pos Dreck – wusstet ihr eigentlich, dass diese wunderschönen und unglaublich romantischen Sonnenuntergänge in tausenden Rotnuancen gar nicht so natürlich sind, wie die Menschen denken? Primär ist es klar, dass die Atmosphäre wie ein Prisma für die Sonne wirkt, die das Licht in alle Spektralfarben zerlegt. Sekundär wirken sich – gerade bei einem Sonnenuntergang, der zumindest optisch in niedrigen Schichten der Atmosphäre stattfindet – schwebende Teilchen (in Fachkreisen Aerosole) auf die Farbe des vermeintlichen Naturschauspiels aus. Wenn ihr also mitten in der Nacht mal wieder einen untergehenden Mond seht und euch wundert warum dieser nicht weiss, sondern vielmehr gelb oder rot ist, könnt ihr euch nun eine Antwort darauf zusammenreimen. Was da so geil aussieht ist also einfach nur Dreck, wie Justus Jonas es am Sonntag nach einer umfangreichen Aufklärung über dieses Phänomen, von mir erklärt bekam. Wer mehr darüber lesen will sollte sich mal bei Wikipedia durchklicken.

Stippvisite
Am Sonntag war ich übrigens zusammen mit meiner besseren Hälfte und Sascha dem geilen Geilen bei Planet Radio in der Nachschicht Sendung zu Gast. Nein nicht in irgendeiner Nachtschicht Sendung, sondern in der sage und schreibe fünfzigsten Nachtschicht. Natürlich war ich nicht nur zum Spass an der Freude dort, sondern habe wieder einmal das ein oder andere Foto gemacht. Ich suche quasi permanent nach guten Motiven für meine Bewerbungsmappe. Die Stimmung in der Sendung war jedenfalls sehr relaxt. Zwischen Becks, Vodka und einer Nachtschicht-Tiramisutorte hatten wir viel Spass, nicht zuletzt als Bayz Benzon (oder vielleicht Moses, oder doch Sascha? *höhö*) irgendwelche komischen Geräusche live über den Äther schickte *hehe*.

Natürlich habe ich den Zwischenfall dokumentiert *hrhr* – vielen Dank an Dirk für den Mitschnitt. Das laute *atomrofl* direkt nach Auftreten des Zwischenfalls kommt übrigens von mir. War sehr lustig das alles!

Zwischenfall in der Nachtschicht | 17.07.2005 | MP3 | 0,7 MB

Technische Spezifikationen
Eine Sache fand ich jedoch scheisse – und zwar den Getränkeautomaten vom Hersteller Automaten Hoffmann im Foyer. Da in der Vergangenheit scheinbar die Anzahl der Automatenausraubungen gestiegen ist, haben sich die Herren vom Hersteller ein paar Gedanken gemacht und eine Sicherungsklappe eingebaut. Diese verhindert das hineingreifen in den Schacht, durch den die Artikel zum Kunden gelangen. Intelligent nur, wenn eine Plastikflasche im Ausgabebehälter nun nicht wie vorgesehen liegt, sondern stehenbleibt. Wer nun die Sicherungsklappe durch drücken wegschieben will, um den Artikel aus dem Ausgabebehälter zu holen hat sich geschnitten – die beiden V-förmig angelegten Sicherungsklappenteile stossen an den Flaschenhals und üben Druck darauf aus. Fazit: 1 EUR verschenkt, weil man nicht drankommt.

Kurz darauf Anfrage beim Telefon-Claus, ob man einen Schlüssel vor die Höllenmaschine hat – leider nein. Claus hat nach Eigenauskunft übrigens schon einen ganzen Monatslohn in der Maschine zurücklassen müssen – ohne das erwünschte zu bekommen. Nunja wir wollen es mal nicht übertreiben – Mario A. gibt sich jedenfalls nicht so leicht geschlagen und drohte nun unter Zeugen Gewalt an, was Claus mit einem lapidaren “ich weiss von nix” quittierte.

Am Automaten kam ich dann auf die glorreiche Idee etwas aus dem Fach neben der Flasche zu ziehen. Klack bumm zisch drehte sich auch schon die Spirale mit einer Dose K-fee, diese fiel auf die Colaflasche und streckte diese nieder. Jackpot! Wieder einmal eine unglaubliche Geschichte aus der Kategorie “Mario A. und die Technik”. Ich glaube ich schreib den Leuten vom Hersteller mal ne’ eMail :).

House-Besuch
Nach dieser nervenaufreibenden Geschichte ging es noch zu Herrn Jonas, wo wir auf grundlegende Fragen des Lebens diskuttierenderweise eine Antwort suchten.

Hier eine kleine Themenübersicht:
Musik: Chillout-House – Backgroundentertainment oder Musik mit Message?
Kommunikation: Handykameras, eMail, SMS – wer braucht eine Handykamera und sinkt die Hemmschwelle bei Konflikten per eMail oder SMS?

Nachdem wir von ein Uhr bis halb vier “Empty” von Richard Davis auf Repeat hörten, verliessen wir den sichtlich von diesem Stück angetanen Herrn Jonas. Erschöpft aber schön wars, vor allem die interessanten Gespräche zu den ganz alltäglichen Kleinigkeiten, über die viele nicht mal wagen nachzudenken, weil es einfach viel zu normal ist es hinzunehmen wie es ist. Vielen Dank für den schönen Abend an die Geilen! Ihr seid die geilsten!

Ach und Just: Ich werde Ihnen ein Exemplar der Motorcitysoul CD zukommen lassen. Berichten Sie doch mal bei Gelegenheit über die Re:jazz 2! Würde mich freuen.

Vorstellungsgespräch
Der Mario hat schon was von einer Mappe erzählt – ja ich habe die Schule beendet, wenn auch ohne Zeugnis :( und bin nun am Thema Bewerbungen dran. Heute kamen denn auch die ersten ausbelichteten Fotos, welche ich in meine Mappe reinpacken will, an. Sieht gut aus das Ganze! Aber ich stehe ja noch ganz am Anfang – wenn ich weiter bin werdet ihr die Mappe sicherlich auch in diesem kleinen Tagebuch als PDF runterladen und anschauen können. Bis dahin aber bitte noch ein wenig Geduld.

Das aufregende Leben in Fotos
Handyfotos wohlgemerkt. Was ich im Monat Juni erlebt habe könnt ihr euch selbst anschauen. Viel Spass mit dem Kuriositätenkabinett.

01.06. – 26.06.2005 – Das aufregende Leben in Fotos (drei Seiten)

Bild des Tages
Das riecht nach Flugzeug! Richtig und zwar nach der Boeing 747-430 D-ABTC der Lufthansa. Entstanden bei einer Werftführung bei der Kranichairline in Frankfurt. Vielen Dank an dieser Stelle an Jörg Schönfelder, der die Führung möglich gemacht hat. Mehr Fotos von der Führung gibts im Mediengestalterforum und demnächst in meiner Referenzmappe. Wer das Bild des Tages als Wallpaper möchte bekommt es – leider etwas verrauscht – hier:

Download Boeing 747 Cockpit Wallpaper | 1280×1024 Pixel | 0,7 MB

So ich bin dann erstmal raus – wir lesen uns die Tage!
Viele Grüsse an meine Lieblingskaffeetrinkengehmädels im Spanienurlaub.

Mario

PS: Demnächst erscheint ein neues Buch von Jean Pütz aus der Hobbythek-Reihe. Thema: Schmutzfrei renovieren im Reinraum ;). *scnr*

Comments

  1. Gude!
    Zweite – aber ganz knapp! ;)
    Ja ja, der Herr Jonas und der Klaus, der eigentlich Claus(i) heißt!
    Warum waren der Herr A. und seine bessere Hälfte denn nicht beim ultimativen Nachtschicht-Live-umsonst-und-draußen-Erlebnis in Hanau am Start? Claus war auch da! ;o)
    Hm… Nu ja – ich bin raus & wünsche eine schöne Woche!
    Die Helena ohne H – schon mit Opel, aber (noch) ohne Führerschein
    P.S.@Annika: Dein “Kommentar” hatte Auswirkungen auf “mein Leben”! ;-))

  2. …ich bin mal wieder die nummer 3, wie immer im leben. ob beim 3-beweibten mann, als nummer 3 von 5 kindern, nummer 3 morgens im büro, in 3 tagen im urlaub, höre gerade 3… jesus!!

    wie mario, ohne zeugnis? erzähl! :o(

    schön zu lesen, dass in motorcityhausen alles “in der reih” is! in trier weniger, was mir aber egal is, bin ab montag RAUS (genau wie “Du”…)

    @elena: versteh ich jetz nich! ich surf mal rüber ;o)!

    grüße an alle, besonders an M & M! :o)

  3. Erste… aus Spanien zumindest. Das ist mal was. Schoen zu lesen, dass in der Heimat alles beim alten und in Ordung ist. Vielen Dank fuer die Enthuellung und die restilichen netten Fotos. Fuz… ;-)

    Wir gruessen Dich ganz lieb aus dem sehr geilen Spanien. Fuehl dich gedrueckt… deine bessere Haelfte selbsverstandlich auch!

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